NesT – Neustart im Team

„NesT – Neustart im Team“ ein staatlich-gesellschaftliches Aufnahmeprogramm für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge unter Federführung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Es wurde im Frühjahr 2019 vorgestellt.
Das Besondere an diesem Aufnahmeprogramm ist, dass Staat und Zivilgesellschaft gemeinsam die Aufnahme von Schutzbedürftigen ermöglichen. Die Zivilgesellschaft ist dabei auf verschiedene Weise eingebunden: einerseits durch die Zivilgesellschaftliche Kontaktstelle (ZKS) und andererseits durch die Mentoring-Gruppen. Eine Mentoring-Gruppe besteht aus mindestens fünf Personen und muss im Vorfeld ein Antragsverfahren durchlaufen, zu dem unter anderem eine verpflichtende Programmschulung durch die ZKS gehört. Zu den Pflichten der Mentoren und Mentorinnen gehört es, Wohnraum für die Schutzberechtigten zu finden und die Kaltmiete für zwei Jahre zu finanzieren. Darüber hinaus sollen sie die Menschen in der ersten Zeit bei der Integration unterstützen. Den Antrag stellen die Mentoring-Gruppe beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Zivilgesellschaftliche Kontaktstelle (ZKS) berät dabei und begleitet die an dem Pilotprojekt interessierten Gruppen.
Im Rahmen dieses Programmes sollen bis zu 500 Personen aufgenommen werden. Sie erhalten einen Aufenthaltstitel nach § 23 Abs. 4 AufenthG (Resettlement) für zunächst drei Jahre und werden aus Ägypten, Jordanien, dem Libanon und Äthiopien aufgenommen.
Die Einreise erfolgt überwiegend über Friedland und wie auch andere Geflüchtete, die im Rahmen des Resettlementprogramms aufgenommen werden, verbringt dieser Personenkreis zunächst zwei Wochen in der Erstaufnahme. Hier erhalten sie neben dem Wegweiser für Deutschland-Kurs des Landes Niedersachsen u.a. bei der Caritas eine Erstberatung und -orientierung im Rahmen der MBE und des JMD.

Am Ende des zweiwöchigen Aufenthalts kommen die Hauptansprechpartner der Mentoring-Gruppe nach Friedland, um dort zum ersten Mal die Schutzberechtigten persönlich kennen zu lernen. Dieses erste Aufeinandertreffen wird fachlich durch die Caritasstelle im GDL Friedland begleitet. Ergänzend zu den individuellen Treffen soll beispielsweise eine Abendveranstaltung angeboten werden, bei der sich die verschiedenen Mentoring-Gruppe und Schutzbedürftigen kennenlernen, vernetzen und austauschen können.

Am folgenden Tag reisen die Mentoren und Mentorinnen gemeinsam mit den aufgenommenen Personen zu dem jeweiligen Wohnort.

Bei Fragen zum Aufnahmeprogramm oder bei Interesse, sich als Mentor oder Mentorin zu beteiligen, steht die Zivilgesellschaftliche Kontaktstelle (ZKS) für Fragen zur Verfügung (www.neustartimteam.de); E-Mail: zks@neustartimteam.de).

Ansprechpartnerin der Caritasstelle für NesT ist:
Ramia Alhmadou
Tel. 05504 / 9493664
Mail: Ramia.Alhmadou@caritasfriedland.de

NesT-Flyer