Geschichte des Grenzdurchganglagers Friedland

Das Grenzdurchgangslager wurde im September 1945 auf Anordnung der damaligen britischen Besatzungsmacht zur Durchschleusung und ersten Betreuung von Evakuierten und Flüchtlingen eingerichtet. Der Ort wurde gewählt, weil Friedland an der Schnittstelle der britischen-, amerikanischen- und sowjetischen Besatzungszone lag.

In der Folgezeit wurden neben den heimkehrenden Kriegsgefangenen die unterschiedlichsten Flüchtlingsgruppen aufgenommen. Darunter waren unter anderem Flüchtlinge aus Ungarn, die während des Aufstands im Jahre 1956 kamen, boat people aus Vietnam, Chilenische AsylbewerberInnen (1973), Tamilen aus Sri Lanka (1984), Albaner (1990), ebenso wie Flüchtlinge aus der ehemaligen DDR.

Ab 1950 begann über Friedland die Aufnahme von AussiedlerInnen, später von SpätaussiedlerInnen. Insgesamt kamen seither mehr als 2,2 Millionen AussiedlerInnen über Friedland nach Deutschland. Die ersten AussiedlerInnen kamen aus Polen und der Sowjetunion, wobei die Zahlen insbesondere in den Jahren 1975 bis 1979 und 1988 und 1989  besonders hoch waren. Allein 1989 kamen mehr als 157.000 Menschen in Friedland an.
Die Aufnahme von SpätaussiedlerInnen begann 1990 und erreichte in den Jahren 2000 bis 2003 ihren Höhepunkt mit über 98.000 Menschen nur im Jahr 2001.

Das Grenzdurchgangslager hat sich in diesen Jahren den Namen “Tor zur Freiheit” erworben.