Eröffnungsveranstaltung der Interkulturellen Wochen 2016 am 25. September

IKW2016_Auftakt_Friedland-page-001

Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt. Dies ist das Motto der diesjährigen Interkulturellen Woche, welche am Sonntag, den 25. September startet. Das Motto zielt auf die Millionen von Menschen ab, die sich für ein Zusammenleben in Vielfalt auf der Basis der Grund- und Menschenrechte einsetzen.

Die Eröffnung der Interkulturellen Woche findet dieses Jahr in Friedland statt. Die Veranstaltung beginnt um 15:00h mit einem ökumenischen Gottesdienst. Ab 16:00 steht Kultur auf dem Programm. Neben einer Theatervorstellung des Get2Gether-Theaters aus Hannover wird es noch einen Jazz- und Tanzworkshop mit Gunter Hampel und Danilo Cardoso aus Göttingen/Rio de Janeiro  geben. Für die musikalische Unterhaltung zeichnen sich das Boat People Project sowie das Earl Mobilé Orquestra verantwortlich. Freuen Sie sich auf eine phantasievolle Mischung aus Folk und Jazz. Die jüngeren Gäste dürfen sich auf Kinderunterhaltung mit dem Regionalem Umweltbildungszentrum Reinhausen (RUZ) und Kinderschminken freuen. Zusätzlich bietet das Museum Friedland (http://www.museum-friedland.de/) für Interessierte Führungen an. Abgerundet wird das Programm durch ein breites kulinarisches Angebot. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Speisesaal der Landesaufnahmebehörde / GDL Friedland statt.

Weitere Infos über die Interkulturelle Woche 2016 finden Sie unter http://www.interkulturellewoche.de/. Eine Übersicht der bundesweit stattfindenden Aktionen finden Sie unter http://www.interkulturellewoche.de/datenbank.

Die Eröffnungsfeier wird veranstaltet von der Caritasstelle im GDL Friedland, der Innere Mission und ev. Hilfswerk im Grenzdurchgangslager Friedland e.V. und dem Ökumenischen Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche, unterstützt vom Standort GDL Friedland der LAB NI.

Veröffentlicht unter Uncategorized

Rundbrief Juni 2016

Der aktuelle Rundbrief der Caritasstelle befasst sich mit der Erstaufnahme von Asylsuchenden in Niedersachsen und den aktuellen Einreisen über Resettlement. Weitere Beiträge geben Einblicke in die Beratung von Asylsuchenden und SpätaussiedlerInnen. Lesen Sie außerdem verschiedene Berichte über Angebote der Jugendclubs.

Den Rundbrief aus dem Juni 2016 finden Sie hier.

Veröffentlicht unter Caritasstelle

Neue Dienste in der Caritasstelle

Mit Unterstützung der Aktion Mensch und der Klosterkammer gelang es in diesem Jahr endlich, einen Koordinator für den Einsatz von Ehrenamtlichen und PraktikantInnen in der Caritasstelle einzustellen. Vor allem nachdem die ehrenamtlich betriebene Kleiderkammer einen immer größeren Umfang einnahm, war eine Koordination „nebenbei“ nicht mehr möglich.

Zudem wurde es uns von der Deutschen Fernsehlotterie / Deutsches Hilfswerk ermöglicht, eine schon seit langem dringend benötigte weitere Stelle zur Asylverfahrensberatung einzurichten. Seit Beginn der Erstaufnahme von Asylsuchenden in Friedland im Jahr 2011 waren die Kapazitäten der Asylverfahrensberatung von Caritas und Innerer Mission trotz erheblichem Eigenmitteleinsatzes nie ausreichend, was vor allem darauf zurückzuführen war, dass öffentliche Fördermittel nur begrenzt zur Verfügung standen.

Veröffentlicht unter Caritasstelle

Bundesfreiwilligendienst in der Caritasstelle

Im Januar 2016 wurde in der Caritasstelle erstmals eine Stelle des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) eingerichtet. Sie unterstützt vor allem die Koordination des Ehrenamts und ist erste Kontaktstelle zum einen für Flüchtlinge, die die Caritasstelle aufzusuchen, zum anderen für Menschen, die Anfragen an die Caritas z.B. hinsichtlich Kleiderspenden haben.

Am 15. März erschien im Göttinger Tageblatt ein Beitrag zu dieser Stelle und ihrem derzeitigen Inhaber, Herrn Ibrahim Ismail.

Veröffentlicht unter Uncategorized

Internationale Wochen gegen Rassismus 2016 – Veranstaltungen der Caritasstelle Friedland

1024_logo_woche-gegen-rassismusIn Kooperation mit lokalen Initiativen und Vereinen führt der Jugendclub Kakadu der Caritasstelle im Rahmen der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus mehrere Veranstaltungen durch, mit denen Asylsuchende, die sich in der Erstaufnahmeeinrichtung in Friedland befinden, Kontakte zur Wohnbevölkerung aus der Umgebung knüpfen können. Gegenseitiges Kennenlernen schafft Verständnis und verhindert das Entstehen von Vorurteilen.

11. März – Bon appétit! Internationaler Kochabend für weibliche Flüchtlinge und einheimische Frauen

12./13. März – Fußballturnier für Asylsuchende und Einheimische in der Mehrzweckhalle Friedland. Kooperationspartner sind der SC Blau-Weiß Friedland und das baz

19. März – Let`s Dance! Internationale Disco – Havla für weibliche Flüchtlinge und einheimische Frauen

21. März – Liebe geht durch den Magen! Internationaler Kochabend für junge Flüchtlinge und einheimische Jugendliche

Falls Interesse besteht, bei einer der Veranstaltungen mitzuwirken bzw. teilzunehmen, können Sie sich gerne bei der Caritasstelle unter der Nummer 05504/9499650 melden oder eine eMail an info@caritasfriedland.de schreiben.

Veröffentlicht unter Uncategorized

Rundbrief der Caritasstelle zum Advent 2015

Der Rundbrief zum Advent 2015 befasst sich vor allem mit den Auswirkungen des deutlichen verstärkten Zugangs von Asylsuchenden im 2. Halbjahr auf die Arbeit der Dienste im GDL Friedland sowie mit den aktuellen Projekten und Angeboten der Caritasstelle.

Veröffentlicht unter Uncategorized

Anmeldefrist verlängert! Fachtagung „Resettlement und humanitäre Aufnahme“ am 24. November 2015 in Fulda

Für die aktuellen Diskussionen um Flucht und Asyl hat das Thema der legalen Zuwanderungswege eine große Bedeutung. Wir laden Sie daher ein, an unserer Fachtagung „Resettlement und humanitäre Aufnahme“  am 24. November 2015 im Bonifatiushaus in Fulda teilzunehmen. Im Rahmen der Veranstaltung erwarten die Teilnehmenden Inputs zur Zukunft der deutschen und europäischen Aufnahmeprogramme. Im Folgenden wird der Frage nachgegangen, wie der Aufnahmeprozess in Deutschland insgesamt verbessert werden kann.

Weitere Informationen und ein Anmeldeformular finden Sie auf www.resettlement.de. Wir bitten um eine zeitnahe Anmeldung bis zum 12. November 2015.

Veröffentlicht unter Resettlement / Syrien

Projekt resettlement.de

Die hohe Zahl an Asylsuchenden und die immer wiederkehrenden Bilder von Bootsunglücken und Menschen an Grenzzäunen verdeutlichen es: Für Flüchtlinge muss es legale Zugangswege zu Ländern mit langfristigen Integrationsperspektiven geben. In den vergangenen Jahren leistete Deutschland mit der Aufnahme von Flüchtlingen über die  humanitären Aufnahmeprogramme und die Beteiligung am Resettlementprogramm des UNHCR einen Beitrag, um bei akuten und verfestigten Flüchtlingssituationen in Erstaufnahmestaaten wie Libanon, Ägypten, Türkei, Indonesien, Verantwortung zu übernehmen. Aktuell steht unter der europäischen Migrationsagenda ein gemeinsames Programm der europäischen Mitgliedsstaaten über ein Resettlementprogramm für 20.000 Personen und ein Relocationprogramm für 40.000 Personen zur politischen Diskussion.

www.resettlement.de

Viele der aufgenommenen Flüchtlinge erreichten Deutschland in organisierten Gruppeneinreisen und verbrachten ihre ersten zwei Wochen in der Erstaufnahmeeinrichtung Friedland bevor sie in die Bundesländer weiterreisen. Hier unterstützt die Caritasstelle Friedland die neu angekommenen Menschen durch individuelle Beratungsangebote, wie Migrationsberatung und Jugendmigrationsdienst. Durch den direkten Kontakt mit den neu einreisenden Personen sowie Behörden und Beratungsstellen an den neuen Wohnorten zeigten sich schnell die Bedürfnisse der beteiligten Akteure und Menschen. Bei einer Vernetzungsfahrt in den Libanon und der Organisation einer Fachtagung baute die Caritasstelle Friedland ihre Fachkenntnisse und ihr Netzwerk aus. In der Folge entstand die Idee die Erfahrungen in einem Projekt zu verarbeiten und die durch die Aufnahmeprogramme der letzten Jahre entstandenen Strukturen zu festigen und auszuweiten. Das nun im Juni 2015 mit dem Deutschen Caritasverband als Projektpartner begonnene Projekt ‚resettlement.de‘ wird unter dem europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) für eine Laufzeit von drei Jahren gefördert. In der kurzen Projektbeschreibung stellen wir die Ziele und die Aktivitäten des Projektes und erklären, wie wir Sie unterstützen können. Auf der Internetseite des Projekts www.resettlement.de finden Sie aktuelle Informationen zu Resettlement, Humanitärer Aufnahme und weiteren Programmen in Deutschland. Darüber hinaus können Sie sich hier zu dem Newsletter des Projekts anmelden.

Am 24. Oktober 2016 veranstaltet das Projekt die Fachtagung “Resettlement, Kontingente, Humanitäre Aufnahme – Politische Entwicklungen und Bedeutung für die Praxis” in Frankfurt am Main. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier.

Europa foerdertEuropäische Union_

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl- Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

Veröffentlicht unter Resettlement / Syrien

Mehr Rechte für Resettlement-Flüchtlinge

Der Bundestag verabschiedete am 02.Juli 2015 das Gesetz zum Bleiberecht und zur Aufenthaltsbeendigung. Dort sind auch Änderungen hinsichtlich des Aufenthaltstitels sowie des Familiennachzugs und der Niederlassungserlaubnis für Resettlement-Flüchtlinge enthalten. Unter dem Resettlementprogramm der Bundesrepublik aufegenommene Personen werden nun den (im Asylverfahren anerkannten) GFK-Flüchtlingen gleichgestellt. Dies ist eine eindeutige Verbesserung.

Die Änderungen im Überblick (Auszug einer Email von Pro Asyl):

Mit dem neuen Gesetz wird ein neuer Aufenthaltstitel geschaffen: Flüchtlinge, die per Resettlement aufgenommen werden, erhalten künftig eine Aufenthaltserlaubnis nach § 23 IV AufenthG. Damit wird lt. Bundesregierung „zukünftig besonders schutzbedürftigen sog. Resettlement-Flüchtlingen in Deutschland eine dauerhafte Lebensperspektive geboten“. Die wichtigsten Verbesserungen:

  • Die AE nach § 23 IV wird immer noch zunächst befristet sein. Allerdings wird eine Niederlassungserlaubnis nunmehr bereits nach drei Jahren erteilt (sofern nicht das BAMF im Einzelfall mitteilt, dass die Voraussetzungen für eine Rücknahme vorliegen – was regelmäßig nicht zu erwarten ist.)
  • Der Familiennachzug findet unter den erleichterten Voraussetzungen statt: Wird der Antrag innerhalb der ersten drei Monate gestellt, wird auf die  Lebensunterhaltssicherung verzichtet, danach kann die Ausländerbehörde davon absehen. Nachziehende Ehegatten müssen auch keine einfachen Deutschkenntnisse mehr nachweisen. Auch die anderen Bestimmungen zum Familiennachzug werden an die für GFK-Flüchtlinge geltenden Regelungen angepasst.
  • Die neuen Regelungen gelten nach der Übergangsregelung in § 104 V auch für alle, die bisher als Resettlementflüchtlinge nach § 23 II aufgenommen wurden. Das ist allerdings nur eine sehr kleine Gruppe – 900 aus den Jahren 2012-14 plus das derzeitig vereinbarte Kontingent von 500 Resettlementflüchtlingen für 2015. Hier sind Aufnahmen aus Ägypten (staatenlose Palästinenser aus Syrien, Irakische Staatsangehörige und Menschen aus verschiedenen afrikanischen Staaten) und dem Sudan (eritreeische Staatsangehörige) vorgesehen.
  • Die neuen Regelungen gelten NICHT für die 20.000 Menschen aus Syrien, die im Rahmen der Bundesaufnahemprogramme nach § 23 II in den letzten Jahren eine befristete AE erhalten haben (im humanitären Aufnahmeprogramm „HAP“ – Humanitarian Admission Programme).

Die relevanten Auszüge zum Resettlement aus dem neuen „Gesetz zum Bleiberecht und zur Aufenthaltsbeendigung“ bzw. der Gesetzesbegründung gibt es im Download-Bereich. Ein Termin für das Inkrafttreten des Gesetzes steht noch nicht fest, denn der Bundesrat muss fromhalber entscheiden. Ein Inkrafttreten Mitt Juli bis Anfang August ist realistisch.

Veröffentlicht unter Resettlement / Syrien, Uncategorized

Kirchen fordern Weiterführung der Aufnahmeprogramme für Menschen aus Syrien

Ein Auszug aus dem gemeinsamen Wort der Kirchen zu den Interkulturellen Wochen 2015:

Bild1

“Angesichts der Weltlage ist davon auszugehen, dass auch in naher Zukunft Menschen in großer Zahl Schutz und Zuflucht in Europa und in Deutschland suchen werden. Viele wählen derzeit den hoch riskanten Weg über das Mittelmeer. Für unsere Gesellschaft stellt dies eine enorme Herausforderung dar: Denn wir dürfen nicht sehenden Auges zulassen, dass sich Menschen, die in existenzieller Not vor Krieg, Gewalt und Verfolgung fliehen, dem Risiko des Ertrinkens aussetzen. Andere Zugangswege nach Europa müssen gefunden werden, damit nicht das Mittelmeer der Ort wird, an dem das christliche Abendland wirklich untergeht. Die Kirchen werben auch um Verständnis, wenn Schutzsuchende aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan zu ihren Familienangehörigen nach Deutschland gelangen wollen, wo Europas größte Communitys beheimatet sind. Deshalb setzen wir uns auch für eine Weiterführung des Programms zur Flüchtlingsaufnahme aus Syrien und für ein neues Programm zur Flüchtlingsaufnahme aus dem Irak ein. Falsch hingegen erscheint es uns, die Verantwortung bei der Flüchtlingsaufnahme überwiegend den Staaten an den EU-Außengrenzen zuzuschreiben, wie es vor allem durch die so genannte Dublin-Verordnung  geschieht. Es braucht neue Ideen, die Zuständigkeit bei der Gewährung von Schutz europaweit zu regeln, statt Menschen hin und her zu schieben.”

Veröffentlicht unter Resettlement / Syrien