Seebrücke Göttingen veröffentlicht Forderungen für einen Sicheren Hafen


Foto: Felix Heller

Das Seebrücke-Bündnis Göttingen, in dem sich auch die Caritasstelle Friedland engagiert, hat heute mit einer Pressemitteilung ihre Forderungen veröffentlicht. Die Seebrücke fordert damit die Stadt Göttingen auf, sich zu einem “Sicheren Hafen” für aus Seenot gerettete Flüchtlinge zu erklären und vor allem die Bereitschaft zu signalisieren, in diesem Rahmen Geflüchtete zusätzlich zu den bestehenden Verpflichtungen aufzunehmen.

Bundesweit haben sich in den vergangenen Monaten 47 deutsche Städte zu Sicheren Häfen erklärt. Die Göttinger Seebrücke-Gruppe fordert die Stadt Göttingen auf, sich diesen Städten anzuschließen, sich gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung auszusprechen und mit einer Patenschaft für ein Rettungsschiff einen aktiven Beitrag zu leisten, zusätzlich zu bestehenden Quoten Gerettete aufzunehmen und sich gegenüber dem Land Niedersachsen und der Bundesregierung für eine deutliche Ausweitung bestehender legaler Aufnahmeprogramme wie z.B. dem Resettlement einzusetzen.

Die SEEBRÜCKE ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und erwarten von der deutschen und europäischen Politik sofort sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind – kurz: Weg von Abschiebung und Abschottung und hin zu Bewegungsfreiheit für alle Menschen.

Der Caritasverband für die Diözese Hildesheim betrachtet die europäische und deutsche Politik der Abschottung als sehr kritisch und teilt die Ziele der Seebrücke. Der Diözesan-Caritasdirektor Achim Eng verweist in einer Stellungnahme auf die Notwendigkeit, die Folgen dieser Politik auch auf lokaler Ebene zu thematisieren und Menschen zum Engagement zu ermutigen.

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