Die Abläufe im Asylverfahren haben sich in den vergangenen Monaten stark gewandelt: Das sogenannte „Ankunftszentrum“ in Fallingbostel wurde eingerichtet, ein weiteres ist in Bramsche in Planung. Notunterkünfte wurden geschlossen. Die Zuständigkeiten der Erstaufnahmeeinrichtungen bleiben unklar. Tausende Flüchtlinge wurden mit Unterstützung der Landesaufnahmebehörde durch das BAMF endlich nachregistriert, aber noch immer warten viele Geflüchtete auf ihre Asylantragstellung und Anhörung, und es häufen sich Klagen über Qualitätsmängel bei den Bescheiden des BAMF. Außenpolitische Maßnahmen der Grenzschließung, Verträge mit Drittstaaten (Türkei-Deal als Muster) und verstärkte Außengrenzenkontrollen haben zu einem starken Rückgang der Zahl neu eingetroffener Flüchtlinge in Deutschland geführt, und die innenpolitische Debatte um die Gestaltung einer „Willkommenskultur“ wird zunehmend von einer Diskussion um „verstärkte Rückkehr“ verdrängt.

Was bringt die Zukunft? Welche Abläufe gelten jetzt? Wie können die Strukturen der Erstaufnahme in Niedersachsen zukünftig so gestaltet werden, dass die Rechte der Geflüchteten gewahrt werden, und dass Flüchtlinge die Unterstützung erhalten, die sie brauchen? Wie sehen faire Verfahren aus?

Diese und weitere Fragen wollen wir mit Vertreter_innen von Innenministerium, BAMF, Wohlfahrtsverbänden, Flüchtlingsorganisationen und Ihnen und Euch gemeinsam diskutieren.

Die Einladung zur Veranstaltung als pdf mit der Tagesordnung finden Sie hier.

Eine Presseerklärung des Projektnetzwerkes AMBA finden Sie hier.

Datum/Zeit
12.11.2016
12:30 – 17:30 Uhr

Veranstaltungsort
Universität Osnabrück
Seminarstraße 20 (Gebäude 15), Raum 128
49074 Osnabrück

Für die weitere Planung wird um Anmeldung gebeten.
Anmeldungen bitte per E-Mail bis zum 04.11.2016 an Heidi Missbach unter folgender E-Mail Adresse: hm@nds-fluerat.org.

 

Die bundesweite Interkulturelle Woche 2016 wurde am Sonntag, den 25.9.2016 mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem Begegnungsfest im Grenzdurchgangslager in Friedland eröffnet.
Zunächst wurde ein ökumenischer Gottesdienst unter der Leitung von Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Archimandrit Gerasimos Frangoulakis, Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland und Bischof Norbert Trelle, Bistum Hildesheim, Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gefeiert. Im Anschluss sprachen Frau Jürgenliemk, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Göttingen, und Dr. Kamal Sido, Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen einen Friedensgruß.

Anschließend wurde auf dem Kirchvorplatz ein buntes Begegnungsfest gefeiert. Auf der Bühne standen dabei das boat people Projekt und die Göttinger Band Moa Menta Klonkester. Das Get2gether-Jugendtheater aus Hannover präsentierte Ausschnitte aus seinem aktuellen Stück „Lost in Paradise“ und Gunter Hampel und Danilo Cardoso boten einen Jazz- und Tanz-Workshop an. Das Museum Friedland öffnete ebenfalls seine Türen und bot kostenlose Führungen an.
Auch für die kleinen Gäste gab es bei dem Fest viele Angebote: Kinderschminken, verschiedene Spiele von der Roten Rübe und Apfelsaftpressen mit dem RUZ Reinhausen. Großen Anklang fand auch die kulinarische Verpflegung, bei der es viele libanesische Leckereien gab.

Weitere Fotos der Veranstaltung finden Sie außerdem auf der folgenden Seite: http://www.interkulturellewoche.de/galerie/2016/bundesweiter-auftakt-zur-ikw-2016-friedland

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Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt. Dies ist das Motto der diesjährigen Interkulturellen Woche, welche am Sonntag, den 25. September startet. Das Motto zielt auf die Millionen von Menschen ab, die sich für ein Zusammenleben in Vielfalt auf der Basis der Grund- und Menschenrechte einsetzen.

Die Eröffnung der Interkulturellen Woche findet dieses Jahr in Friedland statt. Die Veranstaltung beginnt um 15:00h mit einem ökumenischen Gottesdienst. Ab 16:00 steht Kultur auf dem Programm. Neben einer Theatervorstellung des Get2Gether-Theaters aus Hannover wird es noch einen Jazz- und Tanzworkshop mit Gunter Hampel und Danilo Cardoso aus Göttingen/Rio de Janeiro  geben. Für die musikalische Unterhaltung zeichnen sich das Boat People Project sowie das Earl Mobilé Orquestra verantwortlich. Freuen Sie sich auf eine phantasievolle Mischung aus Folk und Jazz. Die jüngeren Gäste dürfen sich auf Kinderunterhaltung mit dem Regionalem Umweltbildungszentrum Reinhausen (RUZ) und Kinderschminken freuen. Zusätzlich bietet das Museum Friedland (http://www.museum-friedland.de/) für Interessierte Führungen an. Abgerundet wird das Programm durch ein breites kulinarisches Angebot. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Speisesaal der Landesaufnahmebehörde / GDL Friedland statt.

Weitere Infos über die Interkulturelle Woche 2016 finden Sie unter http://www.interkulturellewoche.de/. Eine Übersicht der bundesweit stattfindenden Aktionen finden Sie unter http://www.interkulturellewoche.de/datenbank.

Die Eröffnungsfeier wird veranstaltet von der Caritasstelle im GDL Friedland, der Innere Mission und ev. Hilfswerk im Grenzdurchgangslager Friedland e.V. und dem Ökumenischen Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche, unterstützt vom Standort GDL Friedland der LAB NI.

Der aktuelle Rundbrief der Caritasstelle befasst sich mit der Erstaufnahme von Asylsuchenden in Niedersachsen und den aktuellen Einreisen über Resettlement. Weitere Beiträge geben Einblicke in die Beratung von Asylsuchenden und SpätaussiedlerInnen. Lesen Sie außerdem verschiedene Berichte über Angebote der Jugendclubs.

Den Rundbrief aus dem Juni 2016 finden Sie hier.

Mit Unterstützung der Aktion Mensch und der Klosterkammer gelang es in diesem Jahr endlich, einen Koordinator für den Einsatz von Ehrenamtlichen und PraktikantInnen in der Caritasstelle einzustellen. Vor allem nachdem die ehrenamtlich betriebene Kleiderkammer einen immer größeren Umfang einnahm, war eine Koordination „nebenbei“ nicht mehr möglich.

Zudem wurde es uns von der Deutschen Fernsehlotterie / Deutsches Hilfswerk ermöglicht, eine schon seit langem dringend benötigte weitere Stelle zur Asylverfahrensberatung einzurichten. Seit Beginn der Erstaufnahme von Asylsuchenden in Friedland im Jahr 2011 waren die Kapazitäten der Asylverfahrensberatung von Caritas und Innerer Mission trotz erheblichem Eigenmitteleinsatzes nie ausreichend, was vor allem darauf zurückzuführen war, dass öffentliche Fördermittel nur begrenzt zur Verfügung standen.

Im Januar 2016 wurde in der Caritasstelle erstmals eine Stelle des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) eingerichtet. Sie unterstützt vor allem die Koordination des Ehrenamts und ist erste Kontaktstelle zum einen für Flüchtlinge, die die Caritasstelle aufzusuchen, zum anderen für Menschen, die Anfragen an die Caritas z.B. hinsichtlich Kleiderspenden haben.

Am 15. März erschien im Göttinger Tageblatt ein Beitrag zu dieser Stelle und ihrem derzeitigen Inhaber, Herrn Ibrahim Ismail.

1024_logo_woche-gegen-rassismusIn Kooperation mit lokalen Initiativen und Vereinen führt der Jugendclub Kakadu der Caritasstelle im Rahmen der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus mehrere Veranstaltungen durch, mit denen Asylsuchende, die sich in der Erstaufnahmeeinrichtung in Friedland befinden, Kontakte zur Wohnbevölkerung aus der Umgebung knüpfen können. Gegenseitiges Kennenlernen schafft Verständnis und verhindert das Entstehen von Vorurteilen.

11. März – Bon appétit! Internationaler Kochabend für weibliche Flüchtlinge und einheimische Frauen

12./13. März – Fußballturnier für Asylsuchende und Einheimische in der Mehrzweckhalle Friedland. Kooperationspartner sind der SC Blau-Weiß Friedland und das baz

19. März – Let`s Dance! Internationale Disco – Havla für weibliche Flüchtlinge und einheimische Frauen

21. März – Liebe geht durch den Magen! Internationaler Kochabend für junge Flüchtlinge und einheimische Jugendliche

Falls Interesse besteht, bei einer der Veranstaltungen mitzuwirken bzw. teilzunehmen, können Sie sich gerne bei der Caritasstelle unter der Nummer 05504/9499650 melden oder eine eMail an info@caritasfriedland.de schreiben.