Neben den Angeboten in der Erstaufnahme wie der Asylverfahrensberatung und dem Frauenzentrum, befasst sich das Netzwerkprojekt AMBA auch mit den kommunalen Strukturen der Aufnahme von Geflüchteten. Es ist eine der zentralen Aufgabe des Netzwerkes, dafür Sorge zu tragen, dass die Perspektiven der Geflüchteten und ihre Interessen in der öffentlichen Auseinandersetzung wie in der konkreten Gestaltung der Aufnahmebedingungen mehr Gewicht erhalten.

In diesem Rahmen fand Ende Januar ein erfolgreicher Fachtag „ Vom Ankommen zur Teilhabe – Flüchtlingspolitik als Aufgabe und Herausforderung niedersächsischer Kommunen“ statt. Auf der Seite des Flüchtlingsrates sind die Vorträge und Diskussionen in einer umfassenden Dokumentation hier nachzulesen.

Zudem sind zwei lesenswerte Broschüren erschienen. Die Broschüre „Unterstützen, Beraten und Stärken. Das Netzwerk AMBA und die Aufnahme von Geflüchteten in Niedersachsen“ beschreibt die Situation der Geflüchteten und ihrer Unterstützer_innen, informiert über modellhafte Ansätze innerhalb und außerhalb des Netzwerks zur Verbesserung des Aufnahmemanagements und leitet daraus Forderungen für Politik, Verwaltung und soziale Praxis ab.

Die Broschüre „Zufluchtsort Kommune. Gelingende Aufnahme von Geflüchteten in Niedersachsen“ beleuchtet Anspekte der Aufnahme von Schutzsuchenden und soll Inspiration für Entscheidungsträger_innen für die eigene Ausgestaltung der kommunalen Flüchtlingspolitik an die Hand geben.

 

                     

 

09.02.2018, Hildesheim. „Die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen für die kommende Bundesregierung zum Themenfeld Flucht und Migration ignorieren alle integrationspolitischen Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte“, sagt Celine Biesenkamp vom Caritasverband für die Diözese Hildesheim, Referentin für Migration und Integration.

„Alle Experten sind sich einig, dass ein frühzeitiger Zugang zu Sprache und Arbeitsmarkt sowie der Nachzug der Familie zu einer besseren und schnelleren Integration führen, wovon wiederum die Gesellschaft erheblich profitiert“, so Biesenkamp. Dies unterstreicht Thomas Heek, Leiter der Caritasstelle im Grenzdurchgangslager Friedland: „Die künftige Bundesregierung setzt trotz gegenteiliger Erkenntnisse auf eine Politik der Ausgrenzung, die alle Fortschritte der letzten 10 Jahre zunichtemacht.“ Mehr lesen »