Im Zuge der zunehmenden Kriminalisierung der Seenotrettung auf dem Mittelmeer und angesichts der Schiffe, die mit geretteten Flüchtlingen keine Häfen anlaufen dürfen, bildete sich im Juni dieses Jahres die Bewegung „Seebrücke“. Sie fordert sichere Zugangswege für Flüchtlinge nach Europa, die Entkriminalisierung der Seenotrettung und die menschenwürdige Aufnahme von Menschen auf der Flucht. Bundesweit haben sich seither in vielen Städten Seebrücken-Bündnisse und –gruppen bergründet, an deren Demonstrationen und Aktionen bislang mehr als 125.000 Menschen teilnahmen.

Auch in Göttingen hat sich ein solches Bündnis gegründet, an dem sich auch die Caritasstelle Friedland beteiligt. So fand am 06.10. in Göttingen eine Demonstration statt, an der sich nach einem Beitrag des Göttinger Tageblatts gut 500 Menschen beteiligt haben.

Am 06. September 2018 fand im Pavillon in Hannover der Fachtag „Kein Asyl in Europa – Die Systematik Europäischer Flüchtlingspolitik“ der Caritas in Niedersachsen und des Flüchtlingsrats Niedersachsen statt. Hier wurden den etwa 100 Teilnehmenden aus Flüchtlingsarbeit und Behörden ein Überblick über aktuelle Fluchtbewegungen und -gründe, der Externalisierung und den Entwicklungen der inneren europäischen Flüchtlingspolitik und zu legalen Zuwanderungswegen gegeben.
Die Dokumentation des fachtags inkl. aller Vorträge findet sich auf der Homepage des Flüchtlingsrats Niedersachsen.
Auch die Caritasstelle Friedland war an der Planung und Durchführung der Veranstaltung beteiligt.