Sowohl die Stadt als auch der Landkreis Göttingen sind seit Kurzem Sicherer Hafen.

Mit großer Mehrheit hat die Stadt Göttingen am 13.09.2019 dem Antrag zugestimmt. Am 02.10.2019 zog auch der Landkreis Göttingen nach.

Damit senden der Rat und der Kreistag ein deutliches Signal an das Bundesinnenministerium: die Stadt und der Landkreis Göttingen sind bereit ihren Beitrag zur raschen Beendigung der humanitären Katastrophe zu leisten, die sich tagtäglich auf dem Mittelmeer abspielt!

Beide Anträge basieren auf den Forderungen der Seebrücke Göttingen und enthalten konkrete Verpflichtungen für Stadt und Landkreis, die nun schnellstmöglich umgesetzt werden müssen.

So haben sich Stadt und Landkreis unter anderem dazu verpflichtet dem Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ beizutreten und sich auf Landes- und Bundesebene für die Schaffung sicherer Fluchtwege, z. B. durch die signifikante Ausweitung der Resettlement-Programme, einzusetzen. Im Gegensatz zum Landkreis Göttingen hat die Stadt Göttingen alle Punkte aus dem Forderungspapier der Seebrücke Göttingen übernommen. Im Antrag des Landkreises Göttingen fehlt dabei die direkte Unterstützung der Seenotrettung durch die Übernahme einer Patenschaft für ein ziviles Seenotrettungsschiff. Das ist gerade mit Blick auf das sich abzeichnende Malta-Abkommen, welches nicht nur keine staatliche Seenotrettung vorsieht, sondern auch Maßnahmen zur weiteren Erschwerung der privaten Seenotrettung beinhaltet, ein nicht zu unterschätzendes Manko in einem andernfalls robusten Antrag.

Die Seebrücke Göttingen kündigt an, die Umsetzung aller Punkte aufmerksam zu beobachten, die damit verbundenen Prozesse zu begleiten, die Öffentlichkeit über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und gegebenenfalls die Stadt und den Landkreis mit Nachdruck an ihre gegebenen Versprechen zu erinnern.

Antrag Kreistag Landkreis Göttingen

Änderungsantrag Stadt Göttingen

Antrag Stadtrat Göttingen

„Anlässlich des bundesweiten Tags des Flüchtlings positioniert sich die Caritas im Bistum Hildesheim zum Thema Seenotrettung und Hilfen für Geflüchtete. Wir wenden uns entschieden gegen das grausame Sterben im Mittelmeer. Seenotrettung ist Aufgabe des Staates. Solange die privaten Hilfsorganisationen einspringen müssen, benötigen sie unsere moralische und finanzielle Unterstützung“, sagt Caritasdirektor Achim Eng.

Niemand verlasse ohne Grund seine Heimat. Schlauchboote aus dünner Folie oder morsche Holzboote seien keine neuen Lebensperspektiven. „Wir sind unter anderem inspiriert von Carola Rackete, die in die Herzen aller Europäer navigierte, die ein Europa der Abschottung als unbarmherzig und grausam empfinden.“

Das Motto der Kampagne lautet: 11. Gebot: Du sollst nicht ertrinken lassen. Plakate und Flugblätter kommen in allen Kirchen und Caritashäusern im Bistum Hildesheim zum Einsatz. In Hildesheim werden Werbebanner platziert.

Ein Platat mit der Aufschrift "11. Gebot. Du sollst nicht ertrinken lassen."

 

Eng: „Dank Carola Rackete ist das Drama im Mittelmeer wieder sichtbar geworden. Dazu möchten wir die Hilfsorganisation Sea Eye unterstützen. Sea Eye benötigt dringend finanzielle Hilfe für neue Einsätze mit der Alan Kurdi.“

Der Diözesan-Caritasverband bittet unter der IBAN DE78 4006 0265 0023 0033 07 um Spenden zur Seenotrettung und für Geflüchtete. Die Spenden werden Sea Eye e.V., dem Nothilfefonds für Flüchtlinge im Bistum Hildesheim sowie Caritas international zufließen.

Ansprechpartnerin:

Zeinab Marji
Soziale Dienste und Einrichtungen

Caritasverband für die Diözese Hildesheim e.V
Moritzberger Weg 1
31139 Hildesheim