Der aktuelle Rundbrief der Caritasstelle befasst sich mit der in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit notwendigen Vernetzung der Akteure. Sie finden Beiträge zur Fahrt der Caritas in den Libanon bezüglich der Aufnahme syrischer Flüchtlinge und über die bundesweite Fachkonferenz zu Resettlement und humanitärer Aufnahme, die Anfang Juni in Friedland stattfand.
Weitere Themen sind die ehrenamtliche Unterstützung von Flüchtlingen vor Ort, die Weiterleitung von Flüchtlingen an die Unterstützungsstrukturen an den künftigen Wohnorten durch die Beratungsdienste, die Entwicklung des Zuzugs von SpätaussiedlerInnen und die Kleiderkammer der Caritasstelle.

Sie finden den Rundbrief unter der Rubrik „Rundbriefe“.

Die Veranstaltenden der Fachtagung freuen sich über sich über die große Resonanz und die Bedeutung, die diesem Austausch zwischen Akteuren aller an den Aufnahmeprogrammen involvierten Ebenen beigemessen wird. Hier finden Sie das aktuelle Tagungsprogramm und die Anfahrtsskizze. Zudem lädt das europäische Netzwerk SHARE, das die Vernetzung von am Resettlement beteiligten Regionen und Kommunen unterstützt, im Rahmen der Tagung zu einer Informationsveranstaltung ein.

Was können wir für die Flüchtlinge in unserer Gemeinde tun? Vor dieser Frage stehen viele Kirchengemeinden und Ehrenamtliche in Niedersachsen, denn die steigenden Zahlen von Asylsuchenden und die zunehmend wieder dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge führen dazu, dass in der gesamten Fläche Niedersachsens Flüchtlinge verteilt werden und dort leben.
Mit dieser Tagung wollen die Caritas Niedersachsen und der Ökumenische Arbeitskreis Asyl in der Kirche in Niedersachsen den Haupt- und Ehrenamtlichen, die mit Flüchtlingen und für Flüchtlinge arbeiten, Informationen und Ideen an die Hand geben, was vor Ort für die Menschen getan werden kann und was dabei zu beachten ist.
Die vollständige Einladung zur Tagung und den Zugang zur Anmeldung finden Sie hier.

Einen Monat nach der Vernetzungsfahrt der Caritas-MitarbeiterInnen in den Libanon hinsichtlich des humanitären Aufnahmeprogramms zur Aufnahme syrischer Flüchtlinge liegt nun der Abschlussbericht vor. Er beschreibt sowohl die Aufnahme- und Lebenssituation von Flüchtlingen aus Syrien im Libanon als auch die einzelnen Schritten des Auswahl- und Ausreiseverfahrens, die exakten Aufgaben der im Libanon beteiligten Akteure und die Ergebnisse für die Arbeit mit den einreisenden Flüchtlingen in Deutschland.

Hier finden Sie den Bericht und eine Präsentation zu der Fahrt.

Das von UNHCR zur Verfügung gestellte Material hinsichtlich der Aufnahme und Unterstützung von Flüchtlingen aus Syrien im Libanon sowie tagesaktuelle statistische Angaben finden sie hier.

Die Gruppe von Flüchtlingen, die wir bei dem Libanon-Besuch während einer Cultural Orientation bei IOM in Beirut kennen gelernt haben, ist mit dem Flug am 13. März in Friedland und Bramsche angekommen. Wir haben sie in der Erstaufnahme und bei der Vermittlung an die Beratungsdienste am künftigen Wohnort weiter begleiten können.

 Am 31. März ist zehnte Flug angekommen, die elfte Gruppe wird am 15. April erwartet.

Nach der Aufnahme von 2.500 irakischen Flüchtlingen in den Jahren 2009 und 2010 hat Deutschland beschlossen, in den Jahren 2012 bis 2014 jeweils 300 Flüchtlingen im Wege des Resettlements aufzunehmen. Eine Verstetigung und Ausweitung dieses Programms wurde im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung formuliert. Dazu reisen derzeit insgesamt 10.000 Flüchtlinge aus Syrien im Rahmen Humanitärer Aufnahme nach Deutschland ein, auch eine Aufstockung dieser Quote wird bereits vorgesehen.

Um die bisherigen Erfahrungen aus den Aufnahmeprogrammen und das Zusammenspiel der beteiligten Stellen zu diskutieren, veranstalten die Caritasstelle Friedland, der Bundesverband der AWO als Network National Focal Point des European Resettlement Network, Pro Asyl, UNHCR und die Innere Mission Friedland am 05. und 06. Juni 2014 in Friedland eine bundesweite Fachkonferenz. Sie wendet sich an VertreterInnen staatlicher Stellen und nichtstaatlicher Organisationen, die in die Aufnahmeprozesse eingebunden sind.

Weitere Informationen zu der Konferenz und der Anmeldung finden Sie hier. Alternativ können Sie die Online-Anmeldung nutzen.

Von den 5.000 Flüchtlingen aus Syrien, die Deutschland in einem ersten Kontingent aus dem Libanon aufnimmt, sind bereits 1.766 mit Charterflügen angekommen. 1.125 von Ihnen wurden über den Standort Grenzdurchgangslager Friedland der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen aufgenommen.

Am 13. März kam der neunte Flug in Hannover an, die Ankunft des zehnten Fluges ist für Ende März / Anfang April vorgesehen. Die Zahl der selbständig eingereisten Flüchtlinge aus dem Kontingent („Botschaftsfälle“) ist nicht bekannt.

Es wird derzeit davon ausgegangen, dass die Einreise der ersten 5.000 syrischen Flüchtlinge Ende Juni 2014 abgeschlossen sein wird.

Zu den Aufnahmemodalitäten des zweiten Kontingents von 5.000 Flüchtlingen aus Syrien (s. Beitrag vom 16. Januar) liegen noch keine Informationen vor. Die Bundesländer haben ihre Antragsverfahren für die Familienangehörigen in Deutschland inzwischen abgeschlossen. Zur Auswahl der aufzunehmenden Flüchtlinge gibt es derzeit noch keinen Kenntnisstand.

Vier Mitarbeitende der Caritasstelle Friedland und der Diözesan-Caritasverbände Hildesheim und Osnabrück reisten vom 27. Februar bis zum 06. März in den Libanon, um sich mit den dort beteiligten Stellen über die Aspekte des Aufnahmeprozederes vor der Einreise und den Rahmenbedingungen des Aufenthalts in Deutschland auszutauschen. In ausführlichen Gesprächen mit dem Caritas Lebanon Migrant Centre, welches den Aufenthalt begleitete, UNHCR, IOM (International Organisation for Migration) und der Deutschen Botschaft erhielten sie weitreichende Informationen zum Situation der Flüchtlinge aus Syrien im Libanon, zur Auswahl der Flüchtlinge und der komplexen Organisation der Ausreise.

Der Libanon spielt als Nachbarland Syriens eine zentrale Rolle in der Flüchtlingsaufnahme seit Beginn des Krieges im Jahr 2011. Die dort tätigen staatlichen und nicht staatlichen internationalen sowie nationalen Akteure setzen Flüchtlingsregistrierung, Nothilfemaßnahmen und auch Umsiedlungen von Flüchtlingen in Drittstaaten um.

Die Bundesregierung hat mit dem Beschluss vom Mai 2013 zur humanitären Aufnahme von 5.000 Menschen aus Syrien über den Libanon den Anstoß für Resetttlement und humanitäre Aufnahme aus der Konfliktregion gegeben. Ein solch logistisch komplexes Programm erfordert ein hohes Maß an Interaktion und Vernetzung aller beteiligten Akteure, um die Auswahl, Weiterreise sowie Aufnahme und Neuansiedlung in Deutschland für die Flüchtlinge und aufnehmenden Kommunen erfolgreich durchzuführen.

Für die ausgewählten Flüchtlinge ist in Deutschland von den meisten Bundesländern ein zweiwöchiger Aufenthalt in den Erstaufnahmeeinrichtungen Friedland und Bramsche der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen vorgesehen. Die Beratenden der Wohlfahrtsverbände sind dort Begleiter und Kontaktperson der Flüchtlinge. Eine Hauptaufgabe der Wohlfahrtsverbände ist die Weiterleitung der Flüchtlinge an Beratungsstellen in den zukünftigen Wohnorten.

Bei dieser Arbeit spielen der Umgang mit den Erwartungen der Flüchtlinge und das Zurechtfinden in der neuen Umgebung/Kultur eine große Rolle. Hierbei treffen oft unterschiedliche Vorstellungen aufeinander. Um Missverständnisse zu vermeiden und einen optimalen Umgang mit den emotionalen Bedürfnissen der Flüchtlinge gestalten zu können, ist es wichtig zu verstehen, aus welcher Situation die Menschen nach Deutschland kommen. Hierbei können das Kennenlernen von Strukturen, dem Auswahlverfahren und Lebensbedingungen im Libanon, sowie der Kontakt zu den Mitarbeitenden der involvierten Akteure im Libanon zu einem besseren Verständnis führen.

Den Abschlussbericht über die Fahrt sowie eine Präsentation mit den wichtigsten Informationen werden Sie in Kürze auf dieser Seite finden.

Im Dezember 2013 beschloss die Bundesrepublik Deutschland, ein weiteres Kontingent von 5.000 syrischen Flüchtlingen aufzunehmen. Derzeit läuft noch das Aufnahmeverfahren des ersten Kontingents. Der sechste Flug aus dem Libanon kam am 07. Januar mit 174 Personen in Hannover an. 102 von ihnen wurden über Friedland aufgenommen und nehmen derzeit an einem Wegweiser für Deutschland – Kurs teil, bevor sie am 20. und 21. Januar an ihre künftigen Wohnorte weiter verteilt werden.

Das Auswahlverfahren für das neue Kontingent wird zu einem erheblichen Anteil Flüchtlinge berücksichtigen, die bereits Familienangehörige in Deutschland haben. Auch können nun syrische Flüchtlinge innerhalb des Kontingents aufgenommen werden, die sich nicht nur im Libanon, sondern auch in Syrien, den übrigen Anrainerstaaten Syriens und in Ägypten befinden.

In Deutschland lebende syrische oder syrischstämmige Menschen, die möchten, dass ihre Familienangehörigen in dem neuen Kontingent berücksichtigt werden, sollten sich umgehend bei den für ihren Wohnort zuständigen Ausländerbehörden melden.

Detaillierte Informationen zu diesem Thema finden sie unter www.proasyl.de oder auf der Seite des Flüchtlingsrats Niedersachsen auch in arabischer Sprache.