Das Land Niedersachsen hat eine Fragen – und – Antworten – Seite zum Krieg in der Ukraine und eine Telefonhotline eingerichtet. Neben der Seite des Flüchtlingsrats Niedersachsen finden Sie hier sehr umfassende und aktuelle Informationen zu Einreise, Aufenthalt und Unterbringung.

Im Land Niedersachsen werden Geflüchtete aus der Ukraine auch an den Standorten der Landesaufnahmebehörde aufgenommen und registriert. Eine Meldung bei der LAB NI ist allerdings nicht obligatorisch. Je nach Kontakten und Unterbringung können sie sich bei allen kommunalen Meldebehörden anmelden.

Am Standort GDL Friedland der LAB NI werden derzeit ebenfalls Menschen aus der Ukraine aufgenommen. Dieses erfolgt bislang im Rahmen der regulären Aufgaben und Belegung.

Der Krieg in der Ukraine und die großen Fluchtbewegungen sind für uns alle sehr bedrückend und wir hoffen natürlich, den Menschen in ihrer Not zur Seite stehen zu können. Auch die Caritasstelle erreichen viele Anfragen von Menschen, die sich engagieren wollen oder Informationen suchen.

Wir möchten Ihnen hier einige Informationen zur Verfügung stellen.

Situation in Friedland: Alle Standorte der Landesaufnahmebehörde haben sich auf die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge vorbereitet. Bis zum heutigen Tag sind nur wenige ukrainische Menschen auf der Flucht vor dem Krieg in Friedland angekommen (Stand 03.03.2022).

Spenden: Allen in Friedland ankommenden Menschen steht die Kleiderkammer der Caritasstelle mit gut erhaltener gebrauchter Bekleidung zur Verfügung. Aktuell benötigen wir noch keine zusätzlichen Spenden. Sobald sich dieses ändert, werden wir es an dieser Stelle kommunizieren.
Generell finden Sie auf der Seite Spenden regelmäßig aktualisierte Angaben dazu, welche Spenden wir gerade benötigen.

Generell erreichen Sie die Caritasstelle Friedland unter Tel. 05504 9499650 oder Mail info@caritasfriedland.de.
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir angesichts der Vielzahl von telefonischen und schriftlichen Anfragen nicht zu jeder Zeit auf alle Anfragen reagieren können.

Unterstützung der Caritasstelle: Für unsere Kleiderkammer würden uns weitere ehrenamtliche Kräfte aktuell sehr weiterhelfen. Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte unter o.g. Kontaktdaten.

Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen für einreisende ukrainische Flüchtlinge:
Jeweils aktuelle Angaben finden Sie unter:
Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. / Ukraine – aktuelle Informationen
Zu sozialrechtlichen Fragen: https://tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/archiv/aufenthaltsrecht-und-sozialleistungen-fuer-menschen-aus-der-ukraine.html und im Tacheles-Newsletter vom 28.02.2022: https://tacheles-sozialhilfe.de/newsticker.html.

Eine gute Übersicht, wie wir ukrainische Geflüchtete in der aktuellen Situation am sinnvollsten unterstützen können, finden Sie auf der Seite des Deutschen Caritasverbandes. Ebenfalls findet sich hier eine Übersicht über Hilfsangebote für ukrainische Menschen.

Caritas International berichtet auf seiner Homepage über die dortige Arbeit der Caritas und der Unterstützung für die Leidtragenden des Krieges: https://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/europa/ukraine und https://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/europa/ukraine/news-ticker-ukraine-krieg.

Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt, der Paritätische und der Flüchtlingsrat in Niedersachsen plädieren für einen sofortigen Abschiebungsstopp nach Griechenland sowie die sofortige Aussetzung von Dublin-III-Abschiebungen durch den Bund. Diese sind menschenrechtlich unvertretbar und politisch das falsche Signal.

Während sich Bund und Länder nach dem Brand von Moria auf die Aufnahme von 1.553 Schutzberechtigten aus Griechenland einigten, organisieren deutsche Ausländerbehörden und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) weiter systematisch die Abschiebung von Schutzsuchenden zurück nach Griechenland.

Mehr lesen.

Fallskizzen Abschiebungen nach Griechenland

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund der aktuellen Lage bezüglich des Corona-Virus werden wir unsere Dienste und Angebote in Friedland zunächst bis auf unbestimmte Zeit schließen.  Bei Fragen und Anliegen erreichen Sie die Mitarbeitenden aber im Homeoffice per E-Mail. Die jeweiligen E-Mailadressen finden Sie unter http://caritasfriedland.de/caritasstelle/wer-wir-sind/

Auch die Spendenannahme der Kleiderkammer ist hiervon betroffen. Vorerst wird diese geschlossen sein und es können keine Spenden angenommen werden. Wann die Annahme wieder geöffnet wird, werden wir abhängig von der Situation entscheiden und die aktuellen Informationen hier zur Verfügung stellen.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit besten Grüßen von dem Team der Caritasstelle

Der Rundbrief der Caritasstelle Friedland zum Advent 2019 liegt nun vor. Hier ehalten Sie Informationen zu den aktuellen Aufnahmen über den Standort GDL Friedland der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, im Fokus vor allem die legalen Aufnahmeprogramme des Bundes und die Arbeit der Dienste der Caritasstelle in diesem Kontext.
Auch möchten wir noch einmal aufmerksam machen auf die Kampagne „Das 11. Gebot: Du sollst nicht ertrinken lassen.“ des DiCV Hildesheim, mit der Spenden für die Seenotrettung auf dem Mittelmeer gesammelt werden.
Doch auch die Caritasstelle Friedland ist nach wie vor auf Ihre Spenden angewiesen, um ihre vielfältigen Aufgaben für die über Friedland neu einreisenden Personen fortführen zu können.

Sowohl die Stadt als auch der Landkreis Göttingen sind seit Kurzem Sicherer Hafen.

Mit großer Mehrheit hat die Stadt Göttingen am 13.09.2019 dem Antrag zugestimmt. Am 02.10.2019 zog auch der Landkreis Göttingen nach.

Damit senden der Rat und der Kreistag ein deutliches Signal an das Bundesinnenministerium: die Stadt und der Landkreis Göttingen sind bereit ihren Beitrag zur raschen Beendigung der humanitären Katastrophe zu leisten, die sich tagtäglich auf dem Mittelmeer abspielt!

Beide Anträge basieren auf den Forderungen der Seebrücke Göttingen und enthalten konkrete Verpflichtungen für Stadt und Landkreis, die nun schnellstmöglich umgesetzt werden müssen.

So haben sich Stadt und Landkreis unter anderem dazu verpflichtet dem Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ beizutreten und sich auf Landes- und Bundesebene für die Schaffung sicherer Fluchtwege, z. B. durch die signifikante Ausweitung der Resettlement-Programme, einzusetzen. Im Gegensatz zum Landkreis Göttingen hat die Stadt Göttingen alle Punkte aus dem Forderungspapier der Seebrücke Göttingen übernommen. Im Antrag des Landkreises Göttingen fehlt dabei die direkte Unterstützung der Seenotrettung durch die Übernahme einer Patenschaft für ein ziviles Seenotrettungsschiff. Das ist gerade mit Blick auf das sich abzeichnende Malta-Abkommen, welches nicht nur keine staatliche Seenotrettung vorsieht, sondern auch Maßnahmen zur weiteren Erschwerung der privaten Seenotrettung beinhaltet, ein nicht zu unterschätzendes Manko in einem andernfalls robusten Antrag.

Die Seebrücke Göttingen kündigt an, die Umsetzung aller Punkte aufmerksam zu beobachten, die damit verbundenen Prozesse zu begleiten, die Öffentlichkeit über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und gegebenenfalls die Stadt und den Landkreis mit Nachdruck an ihre gegebenen Versprechen zu erinnern.

Antrag Kreistag Landkreis Göttingen

Änderungsantrag Stadt Göttingen

Antrag Stadtrat Göttingen

„Anlässlich des bundesweiten Tags des Flüchtlings positioniert sich die Caritas im Bistum Hildesheim zum Thema Seenotrettung und Hilfen für Geflüchtete. Wir wenden uns entschieden gegen das grausame Sterben im Mittelmeer. Seenotrettung ist Aufgabe des Staates. Solange die privaten Hilfsorganisationen einspringen müssen, benötigen sie unsere moralische und finanzielle Unterstützung“, sagt Caritasdirektor Achim Eng.

Niemand verlasse ohne Grund seine Heimat. Schlauchboote aus dünner Folie oder morsche Holzboote seien keine neuen Lebensperspektiven. „Wir sind unter anderem inspiriert von Carola Rackete, die in die Herzen aller Europäer navigierte, die ein Europa der Abschottung als unbarmherzig und grausam empfinden.“

Das Motto der Kampagne lautet: 11. Gebot: Du sollst nicht ertrinken lassen. Plakate und Flugblätter kommen in allen Kirchen und Caritashäusern im Bistum Hildesheim zum Einsatz. In Hildesheim werden Werbebanner platziert.

Ein Platat mit der Aufschrift "11. Gebot. Du sollst nicht ertrinken lassen."

 

Eng: „Dank Carola Rackete ist das Drama im Mittelmeer wieder sichtbar geworden. Dazu möchten wir die Hilfsorganisation Sea Eye unterstützen. Sea Eye benötigt dringend finanzielle Hilfe für neue Einsätze mit der Alan Kurdi.“

Der Diözesan-Caritasverband bittet unter der IBAN DE78 4006 0265 0023 0033 07 um Spenden zur Seenotrettung und für Geflüchtete. Die Spenden werden Sea Eye e.V., dem Nothilfefonds für Flüchtlinge im Bistum Hildesheim sowie Caritas international zufließen.

Ansprechpartnerin:

Zeinab Marji
Soziale Dienste und Einrichtungen

Caritasverband für die Diözese Hildesheim e.V
Moritzberger Weg 1
31139 Hildesheim


Foto: Felix Heller

Das Seebrücke-Bündnis Göttingen, in dem sich auch die Caritasstelle Friedland engagiert, hat heute mit einer Pressemitteilung ihre Forderungen veröffentlicht. Die Seebrücke fordert damit die Stadt Göttingen auf, sich zu einem „Sicheren Hafen“ für aus Seenot gerettete Flüchtlinge zu erklären und vor allem die Bereitschaft zu signalisieren, in diesem Rahmen Geflüchtete zusätzlich zu den bestehenden Verpflichtungen aufzunehmen.

Bundesweit haben sich in den vergangenen Monaten 47 deutsche Städte zu Sicheren Häfen erklärt. Die Göttinger Seebrücke-Gruppe fordert die Stadt Göttingen auf, sich diesen Städten anzuschließen, sich gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung auszusprechen und mit einer Patenschaft für ein Rettungsschiff einen aktiven Beitrag zu leisten, zusätzlich zu bestehenden Quoten Gerettete aufzunehmen und sich gegenüber dem Land Niedersachsen und der Bundesregierung für eine deutliche Ausweitung bestehender legaler Aufnahmeprogramme wie z.B. dem Resettlement einzusetzen.

Die SEEBRÜCKE ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und erwarten von der deutschen und europäischen Politik sofort sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind – kurz: Weg von Abschiebung und Abschottung und hin zu Bewegungsfreiheit für alle Menschen.

Der Caritasverband für die Diözese Hildesheim betrachtet die europäische und deutsche Politik der Abschottung als sehr kritisch und teilt die Ziele der Seebrücke. Der Diözesan-Caritasdirektor Achim Eng verweist in einer Stellungnahme auf die Notwendigkeit, die Folgen dieser Politik auch auf lokaler Ebene zu thematisieren und Menschen zum Engagement zu ermutigen.

In ihrer heutigen Ausgabe berichtet die HAZ unter diesem Titel über die Problematik der unzureichenden Beschulung von Kindern von Asylsuchenden, die sich in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Niedersachsen aufhalten müssen. Der Flüchtlingsrat Niedersachsen, das Projekt Netzwerk AMBA, die LAG der freien Wohlfahrtspflege und die Caritas in Niedersachsen haben dieses im vergangenen Jahr bereits mehrfach mit Stellungnahmen und Gesprächen mit den zuständigen Ministerien kritisiert. Eine Verbesserung der Situation konnte bislang allerdings nicht herbeigeführt werden.

Den Beitrag der HAZ finden Sie hier (pdf) bzw. hier.

Stellungnahme zur „Interkulturelle Lernwerkstatt 2.0“: Noch immer keine Beschulung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Erstaufnahme in Niedersachsen (Flüchtlingsrat Niedersachsen, AMBA, LAG FW) vom 17.11.2017

Forderungspapier zur Beschulung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Erstaufnahme in Niedersachsen (Flüchtlingsrat Niedersachsen, AMBA, LAG FW) vom 06.07.2017